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Energiewende: Förderprogramme und Steuervorteile für energetische Sanierung –Maler- und Lackiererhandwerk rechnet mit Zusatzaufträgen
München, 06.06.2011. Die energetische Sanierung von Gebäuden wird in den nächsten Jahren im Freistaat zunehmen, davon ist Roland Brecheis, Landesinnungsmeister des Bayerischen Maler- und Lackiererhandwerks überzeugt. Bayernweit, so die Schätzung seines Verbandes, sind drei von vier Gebäuden gar nicht oder nur unzureichend gedämmt. Viel zu wenig. Für den nötigen Schub, so hofft Brecheis, werden nun finanzielle Anreize sorgen, die die Regierung im Zuge der Energiewende schaffen will. So sollen Hauseigentümer, die energetisch sanieren, die Investition steuerlich abschreiben können – momentan sind 10 Prozent pro Jahr im Gespräch. Außerdem will die Koalition das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW zukünftig mit 1,5 Milliarden Euro ausstatten. Mithilfe dieses Programms können Häuser und Wohnungen über zinsverbilligte Kredite der staatlichen KfW-Bank saniert werden.
Dass die Regierung Modernisierungen, die sich positiv auf den Energiehaushalt von Bauten auswirken, finanziell belohnen will, geht in die richtige Richtung“, sagt Brecheis. „Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, müssen wir auch in Bayern die Energieeffizienz im Gebäudebereich massiv steigern.“ Aus der Atomkraft aus- und auf erneuerbare Energien umzusteigen – das allein reiche nicht: „Wir alle werden in Zukunft überall dort, wo es nur geht, Energie einsparen müssen, weil wir es uns einfach nicht mehr leisten können, Heizenergie durch Mauern entweichen und verloren gehen zu lassen.“ Dabei schont die Energiesanierung nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. „Erst recht, wenn die Gas- und Ölpreise noch kräftig zulegen“, so Brecheis. Bei einem Einfamilienhaus, das jährlich 3000 Liter Heizöl verbraucht, würden sich nach Berechnungen von Experten demnach die Kosten in den kommenden 20 Jahren auf ca. 80000 Euro belaufen. Da lohnt eine Modernisierung. Wer die Außenwände dämmt und die Heizanlage erneuert, spart meist mehr als 50 Prozent Energiekosten. Die Investition für diese Maßnahmen beläuft sich nach Berechnungen der Bausparkasse BHW auf etwa 24000 Euro, dafür reduzieren sich die Heizkosten in 20 Jahren um knapp 45000 Euro.
Dabei gilt in jedem Fall: zuerst die Fassadendämmung durchführen, dann kann die Leistung der neuen Heizungsanlage an die niedrigeren Verbrauchswerte angepasst und entsprechend kleiner dimensioniert werden
Das Wärmedämm-Verbundsystem, kurz WDVS ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur energetischen Sanierung. Das WDVS besteht im Kern aus Dämmstoffplatten, die aus FCKW-frei produziertem Hartschaum oder Mineralwolle hergestellt werden. Das Dämmsystem bringen Malermeister auf den vorhandenen Putz an und gestalten die Fassade nach individuellen Wünschen – zum Beispiel mit organischem Putz oder mineralischem Silikatputz. Die Maler haben zusammen mit der Industrie das WDVS vor über 40 Jahren entwickelt und seitdem kontinuierlich verbessert. Heute verarbeiten Malerbetriebe ca. 70% aller in Deutschland verkauften Wärmedämm-Verbundsysteme und sind damit die richtigen Ansprechpartner, wenn es um die energetische Sanierung von Gebäuden geht.
Sollten Sie für Ihre Berichterstattung Bildmaterial oder weitere Informationen benötigen, kommen Sie bitte auf uns zu:
Wolfgang Siegel, Landesinnungsverband des Bayerischen Maler- und Lackiererhandwerks Tel.: 089/600876-630, E-Mail:
www.maler-lackierer-bayern.de
Presse: Agnes Skutella, mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH
Tel.: 089/55178-292,
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