Gesellenprüfung im Malerhandwerk „Kultur-Halle in Bunt“


Von:  Landesinnungsverband Bayern, Cl. Wolfrum / 29.07.2020 / 14:24 / 63 Tag(e)


Aus der Innung Mittelfranken-Süd


Besser hätte das Thema der diesjährigen praktischen Gesellenprüfung der Maler und Lackierer nicht passen können. Der fiktive Kundenauftrag –einheitlich für alle Prüflinge in ganz Deutschland- drehte sich um die farbige Gestaltung einer Kultur-Halle.

In direkter Nachbarschaft zur Rother Kulturfabrik wurden vom 20.07-22.07.2020 die Pinsel geschwungen. Drei weibliche Auszubildende und ihre zehn männlichen Kollegen, darunter ein Teilnehmer aus dem Irak, ein Schüler aus Kurdistan und ein Prüfling aus Äthiopien, versuchten sich an der umfangreichen Aufgabe.

Kreative Maltechniken, eigene Farbmischungen und Vliestapeten kamen ebenso zum Einsatz wie metallisch glänzende Spachteltechniken. Eine große Herausforderung stellte dieses Jahr die Vergrößerung und richtige Übertragung des Logos auf dem Untergrund dar.

Innerhalb von 20 Stunden musste außerdem ein Arbeitsablaufplan und eine schriftliche Begründung der Farbwahl erstellt werden.

Beim Fachgespräch zwischen Prüfern und Prüfling kam es unter anderem auf die Wirkung und Gestaltung der Arbeiten in Bezug auf die Nutzung der Kultur-Halle an. Des Weiteren mussten die Prüflinge sicher über Werkzeug, Material und Arbeitstechniken Rede und Antwort stehen.

Die Prüfung konnte trotz Corona mit den nötigen Hygienemaßnahmen ohne Probleme durchgeführt werden. Nicht zuletzt aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und der Farbtechnik-Innung Mittelfranken-Süd, die gemeinsam dieses Jahr neue Arbeitsuntergründe, genannt „Kojen“, anschafften.

Obermeister Hanno Dietrich überzeugte sich bei seinem Besuch von den sehr guten Bedingungen. Er sprach den angehenden Gesellinnen und Gesellen Mut zu und wünschte viel Glück bei den Prüfungen und auf dem beruflichen Lebensweg. Leider konnte aus Corona-Hygienegründen kein Gruppenfoto gemacht werden. Stellvertretend für alle Teilnehmer präsentieren die drei Damen gemeinsam mit Dietrich die gestaltete Koje.

Der Prüfungsausschuss mit Markus Gebert, Malermeister aus Gunzenhausen, Kristian Selle, Geselle aus Hilpoltstein und Anja Lößel, Lehrerin an der Berufsschule, hatte im Anschluss die schwierige Aufgabe die Arbeiten zu prüfen. Insgesamt neun Teilbereiche mit jeweils maximal 100 Punkten waren zu bewerten.

 

Quelle: Sebastian Dörr, Innung Mittelfranken-Süd


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