Innung Kempten: "Wanted Handwerk" Bericht aus der Jahreshauptversammlung


Von:  Innung Kempten / 27.09.2017 / 11:36 / 78 Tag(e)


Kempten (prb). Auszubildende für das Handwerk, natürlich insbesondere für die Maler- und Lackiererberufe, zu interessieren und zu gewinnen, war wieder das hochaktuelle Thema bei der Jahresversammlung der Maler- und Lackierer-Innung Kempten, und das aufgrund eines ganz aktuellen Anlasses:


Bei der Berufsfindungsoffensive „Wanted Handwerk“ am 28. und 29. September bei der Firma Lipp in Oy-Mittelberg wartet die Innung, wie Obermeister Marcel Doriat erfreut berichtete, mit etwas Besonderem auf: In einem „Show-Truck“ können die Schülerinnen und Schüler das Maler- und Lackierer-Handwerk hautnah erleben.

Die Bedeutung solcher Aktionen, wie „Wanted Handwerk“, wird von den Innungsmitgliedern sehr hoch eingeschätzt. Man stimmte völlig überein, dass es gilt, jede Möglichkeit zu nutzen, um den Schulabgängern einen Eindruck von der Attraktivität und den Vorzügen einer handwerklichen Ausbildung zu vermitteln.Zur Gewinnung von Azubis müsse man die Jugendlichen „erreichen“. Und die Aktion „Wanted Handwerk“ sei dabei eine sehr gute Möglichkeit.

Natürlich ist den Innungsmitgliedern bewusst, dass auch die „Kohle“ stimmen muss, um Azubis zu gewinnen. Daher wurde einhellig der aktuelle Tarifabschluss 2017 – 2019 begrüßt, wonach die Auszubildenden im Maler- und Lackiererhandwerk ab September 2017 mehr Geld erhalten. „Damit befindet sich das Maler- und Lackiererhandwerk auf dem richtigen Weg“, betonte der Obermeister. Schließlich erhalten die Auszubildenden in zwei Stufen mehr Geld – prozentual deutlich mehr als die aktuelle Teuerungsrate. Auch das „Weihnachtsgeld“ für Azubis wird in 2017 und 2018 angepasst. Ab 2018 erhöht sich außerdem der tarifliche Mindesturlaub für Auszubildende um einen Urlaubstag auf 23 Arbeitstage.

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit ist, auch darin herrschte Einigkeit, nicht nur für die Gewinnung von Azubis wichtig, sondern auch für die Innungsarbeit, um neue Mitglieder zu gewinnen. Marcel Doriat stellte den Mitgliedern einige neue vom Landesinnungsverband initiierte Aktionen zur Image-Verbesserung vor, die ausführlich diskutiert wurden.

Das Ziel lautet: Das Maler- und Lackierer-Handwerk muss alle Möglichkeiten nutzen, sich den Kunden gegenüber als Innungs- und damit auch als Qualitätsbetrieb zu profilieren. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung waren auch die turnusmäßig anstehenden Neuwahlen von Obermeister und Vorstand. Diese gingen wieder in großer Harmonie über die Bühne. „Wir sind ein „intakter Haufen“, wo Kameradschaft und Kollegialität überwiegen, was keinesfalls selbstverständlich ist“, würdigte Obermeister Marcel Doriat die gute Zusammenarbeit in der letzten Amtsperiode.

Für ihn auch ein Grund, sich für weitere drei Jahre zur Verfügung zu stellen, ebenso wie für seine beiden stellvertretenden Obermeister Manfred Damiani und André Sperl. Dem Vorstand gehören weiter an: Ferdinand Geißelmann, Bernd Mayer, Andreas Epp, Helmut Ambrosch und Roland Übelhör (ist weiterhin auch Lehrlingswart). Neu im Vorstand ist Hermann Kuffer. Alle wurden einstimmig gewählt.

Die abschließenden Informationen von Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und der Innung, machten auch deutlich, welche Vorteile eine Innungs-Mitgliedschaft hat. Voigt sprach so manches an, was den Mitgliedern bisher unbekannt war, aber sehr nützlich sein kann.


Alter: 78 Tag(e)
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