Petition für steuerfreie Überstunden und 13. Monatsgehalt gestartet
Der Unternehmer Michael Waldinger, Maler- und Raumausstatter Meisterbetrieb aus Neufinsing hat eine bundesweite Offensive gestartet: Mit einer Petition fordert er die Politik auf, Überstunden und das 13. Monatsgehalt endlich steuer- und sozialversicherungsfrei zu stellen. Die Botschaft ist klar: Wer mehr leistet, muss auch mehr in der Tasche haben – nicht der Staat.
Die Realität ist absurd
- Von 200 Euro Mehrarbeit bleiben gerade mal 60 bis 80 Euro netto.
- Von 2.000 Euro Weihnachtsgeld kommen keine 600 Euro an.
Das ist keine Motivation – das ist Demotivation per Gesetz. Kein Wunder, dass viele lieber zu Hause bleiben, statt mit Engagement Mehrleistung zu bringen. Dabei würden Unternehmer ihre Mitarbeiter gerne belohnen – werden durch das aktuelle System aber fast daran gehindert.
Das Handwerk rechnet vor – und die Zahlen sprechen Bände. Ein Musterbetrieb mit 30 Beschäftigten zeigt: Die Reform ist kein Nullsummenspiel, sondern eine Win-Win-
Win-Situation:
- 80.000 Euro zusätzliche Kaufkraft fließen direkt in Familien und Konsum
- 25.000 Euro Sozialversicherungsbeiträge bleiben dem System erhalten
- 18.000 Euro mehr Umsatzsteuer durch gestiegenen Konsum
- 14.000 Euro zusätzliche Körperschafts- und Gewerbesteuern
- Die positive Nebenwirkung: Schwarzarbeit wird unattraktiv, weil sich legale Arbeit endlich wieder lohnt.
Das Handwerk ist nicht irgendwer – sondern 5,6 Millionen Beschäftigte. Mit über 1 Mio. Betrieben, 5,6 Mio. Beschäftigten und einem Umsatz von rund 771 Mrd. Euro (ZDH, 2024) ist das Handwerk Deutschlands wirtschaftliches Fundament. Doch während die Politik gerne von "Leistung muss sich lohnen" spricht, sieht die Realität anders aus.
Der Fachkräftemangel verschärft sich dramatisch: Laut aktuellen Analysen des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlten 2024 etwa 107.564 Fachkräfte im Handwerk – rund die Hälfte aller offenen Stellen konnte rechnerisch nicht besetzt werden. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dokumentiert: 2022 wurden rund 236.818 offene Stellen in Handwerksberufen ausgeschrieben – ein Rekordwert.
Die Petition ist kein Wunschzettel – sie ist ein Weckruf. Wenn das Handwerk stillsteht, steht Deutschland still. Betriebe wollen ihre Mitarbeiter belohnen – aber das aktuelle System bestraft genau das. Das muss sich ändern. Jetzt. Es brauche ein klares Signal für Wertschätzung - für mehr Fairness, für mehr Motivation,
für ein starkes Handwerk und eine Gesellschaft, in der sich Leistung wieder lohnt.
Machen Sie mit! Arbeit muss sich wieder lohnen - Steuerfreiheit für Überstunden & 13tes Monatsgehalt openpetition.de

