Ein Malerkollege hat offenbar einen Hackerangriff auf seine Firmen-IT erfahren müssen. Zum Glück wurde der Angriff vermutlich rechtzeitig bemerkt. Der Angriff erfolgte über zwei E-Mail Postfächer bzw. über Mikrosoft Teams. Die Angreifer konnten auf die Systeme zugreifen und mitlesen. Ob Daten abgegriffen wurden, blieb leider unklar.
Zum Glück war der Betrieb mit guter Sicherheitstechnik ausgestattet und hat sofort reagiert. Er hat externe Sicherheitsexperten eingeschaltet und Anzeige bei der Polizei erstattet. Ebenfalls wichtig: Er hat seine Kunden und Kontakte über den Vorfall informiert, wie das datenschutzrechtlich auch vorgesehen ist und die Kunden gebeten besonders auf Manipulationen der Bankverbindung zu achten. Innerhalb von 72 Stunden muss der Vorfall der Aufsichtbehörde für Datenschutz gemeldet werden. Die zuständigen Behörden finden Sie hier.
Es steht der Verdacht im Raum, dass der Angreifer es darauf abgesehen hatte, Kundenrechnungen abzufangen und die Bankverbindung zu manipulieren. Diese Manipulationen sind oft nicht gut zu erkennen. Der Kunde erhält eine „baugleiche“ Rechnung jedoch mit geänderter Bankverbindung, so dass der Kunde an den falschen Empfänger zahlt. Beim Online Banking besteht für Banken keine Verpflichtung den angegebenen Empfänger mit der angegebenen Kontoverbindung abzugleichen und das wird in der Regel auch nicht getan. Es reicht unter Umständen eine falsche IBAN aus.
Was können Sie bestmöglich tun, um sich zu schützen?
- Überprüfen Sie Ihre Rechner ‚(regelmäßig) auf eventuell installierte Schadsoftware. Hierfür gibt es entsprechende Programme. Am besten wenden Sie sich jedoch an einen fachkundigen IT-Dienstleister.
- Kontrollieren Sie sowohl eingehende E-Mails als auch die mitgesandten PDF-Anhänge (Rechnungen etc.) ganz genau. Der Teufel liegt hier oftmals im Detail. Checken Sie auch, ob beispielsweise die angegebene Bankverbindung wirklich korrekt ist und fragen Sie im Zweifel bei Ihren Geschäftspartnern noch einmal telefonisch nach.
- Sensibilisieren Sie auch Ihre Mitarbeiter für einen sicheren Umgang mit eingehenden E-Mails.
- Halten Sie Ihre Software und vor allem Ihren Virenscanner und Firewalls stets auf dem neuesten Stand.
- Achten Sie auf eine ssl-Verschlüsselung bei Ihrem E-Mail-Versand.
Bringen Sie solche Fälle grundsätzlich zur Anzeige.
Sehr gute Tipps zur Cyber-Sicherheit bietet das BSI auf seiner Internetseite unter:
Eine hilfreiche Broschüre der Polizei zu CyberCrime finden Sie unter:

